Chilkat – eine erstaunliche Library für „alles Mögliche“ rund um das Thema Internet

Chilkat ist ein Begriff, über den ich in den letzten Jahren bei endlosen Suchen nach einem Codebeispiel zum Thema Signierung oder Umgang mit Zertifikaten schon oft „gestolpert“ bin, ohne mich aber dann im Detail mit dem Thema zu beschäftigen.

Als vor ein paar Tagen die Anforderung aufpoppte, ein Word-Dokument per Programm zu signieren, war es wieder einmal soweit.

Chilkat ist eine klassische Programmierbibliothek, die eine Fülle an Funktionalitäten enthält, die alle mehr oder weniger direkt etwas mit dem Thema Internet-Programmierung zu tun haben. Neben den klassischen Themen (POP3, SMTP, SCP, SSH usw.) geht es natürlich auch um „moderne“ Themen wie JSON, AWS S3, Twitter und natürlich den Umgang mit Signaturen.

Faszinierend ist die Fülle an Programmiersprachen, für die funktionsfähige Beispiele angeboten werden.

Die Chilkat-Bibliothek ist nicht kostenlos, mit aktuell 289 USD (alle Preisangaben ohne Gewähr) aber in einer Preisregion, die eine Anschaffung möglich machen sollte. Vor allem angesichts des enormen Zeitgewinns, der mit den meisten Funktionen einhergeht.

Das PowerShell-Skript, das eine Pdf-Datei signiert, hatte nach kleinen Anpassungen (in erster Linie Pfade und Kennwort für den privaten Schlüssel) auch mit der 30-Tage-Testversion auf Anhieb funktioniert. Ich kann nur empfehlen, sich die Beispiele einmal anzuschauen. Danach sollte jedem Entwickler klar sein, welche enorme Funktionsfülle in einer einzigen Datei untergebracht ist.

Alles weitere unter http://www.chilkatsoft.com/

Lernen an Beispielen – programcreek.com zieht Beispiele aus OpenSourcen-Projekten

Auf diese Idee muss man auch erst einmal kommen. Das Portal programcreek.com (engl. creek =  „Bach“) zieht automatisiert Codesequenzen aus OpenSource-Projekten und stellt sie als Beispiele zur Verfügung, anhand der man die Funktion einer bestimmten Methode oder API lernen soll.

Grundsätzlich eine gute Idee, da das Lernen an Beispielen auch meine bevorzugte Methode ist (und das seit nun mehr über 40 Jahren;). Allerdings wirkt die Site auch etwas leblos. Kein Vergleich zu StackOverflow, bei dem viele solcher Beispiele eine lebhafte DIskussion auslösen würden.

Interessant ist das Projekt eines sich selbstständig aktualisierenden Know-how-Portals aber in jedem Fall: https://www.programcreek.com/

Zum Tod von Paul Allen

Am 15.10.2018 verstarb Paul Allen an den Folgen seiner Krebserkrankung, die bereits in jungen Jahren (er war damals 29 Jahre alt) diagnostiziert wurde. Wem der Name nichts oder nur wenig sagt. Paul Allen gründete 1975 zusammen mit seinem Schulfreund Bill Gates die Firma Microsoft, die in wenigen Jahren zu einem Weltkonzern wurde und heute einen Jahresumsatz von 110 Milliarden Dollar erwirtschaftet und über 120.000 Mitarbeiter beschäftigt. Paul war einer der drei Programmierer die damals einen BASIC-Interpreter, auf dem allerersten Heimcomputer, den Altair 8080, implementierten. Ihnen stand dafür lediglich 4.096 Speicherzellen zur Verfügung (die anderen beiden Programmierer waren Bill Gates und Monte Davidoff, der für die Implementierung der zur damaligen Zeit sicher sehr anspruchsvollen Fließkommaartihmentik zuständig war).

Paul Allen verließ die Firma bereits relativ früh. Teils aufgrund seiner frühen Krebsdiagnose, teils weil er mit der Geschäftspolitik seines Freundes Bill Gates nicht mehr einverstanden war. Er stand damals vor der Entscheidung, seine Anteile an seinen Partner für einen festen Betrag zu verkaufen oder zu behalten. Er entschied sich für Letzteres und wurde ein paar Jahre später unfreiwilig zu einem Multimilliadär, der nie mehr hätte arbeiten müssen. Er setze sich aber nicht zur Ruhe, sondern versuchte mit <I>Asymmetrix</I> eine neue Softwarefirma zu starten. Deren einziges Produkt war das Entwicklungssystem <I>Toolbook</I> das Menschen mit geringen Programmierkenntnissen die Entwicklung von Windows Programmen ermöglichen sollte (ich erinnere mich noch ganz gut daran wie ich einige Male daran scheiterte mit dem Programm irgendwas halbwegs vernünftiges zu produzieren).

Auch wenn Toolbook bei der Vorstellung von Windows 3.0 einen prominenten Platz erhielt, konnte es sich nicht durchsetzen. Es war seiner Zeit voraus und hätte eine deutlich leistungsfähigere Hardware benötigt. Als sich Bill Gates dann noch für Visual Basic entschied, war das Thema durch und Toolbook Geschichte.

Paul Allen zog sich danach aus der Software-Branche zurück und investierte seinen Reichtum in den Folgejahren in die unterschiedlichsten Projekte. Er gründete eine Firma mit dem Namen Vulcan (welcher Trekkie hätte das nicht gemacht?), finanzierte in seiner Heimatstadt Seattle den Bau der beindruckenden Experience Music Project-Ausstellungshalle (EMP, heute heißt es Museum of Pop Culture) am Fuß der Space Needle und kaufte das ortsanssässige Football Team Seahwaks, um die Abwanderung des Teams in eine andere Stadt zu verhindern.

In der Seattle Times erschien am letzten Sonntag eine sehr liebenswerte „Karikatur“ über einen bedeutenden Sohn der Stadt, der seine wichtigsten Eigenschaften sehr schön auf den Punkt bringt.

https://www.seattletimes.com/opinion/paul-allens-legacy/

Was zeichnete das Leben von Paul Allen aus – außer, dass er als Mitbegründer von Microsoft innerhalb weniger Jahre zu einem der reichsten Männer der Welt wurde? Für mich war es sein Glaube, dass wenn sich Menschen zu einem gemeinsamen Ziel zusammentun, sie alles erreichen können und damit die Lebensgrundlage von sehr vielen Menschen auf dieser Welt verbessern können. Er machte das möglich, was in vielen Fernsehserien und Kinofilmen immmer nur Fiktion bleibt. Er war ein Mensch, der seinen Reichtum größtenteils zum Wohl seiner Mitmenschen eingesetzt und damit viele Menschen, vor allem sicherlich junge Menschen, inspiriert hat sich für das eigene Leben hohe Ziele zu setzen.

Für mich und für viele andere Menschen wäre es überhaupt keine Frage, das eigene Vermögen so zu investieren, dass es die Lebensbedingungen von vielen Menschen verbessert. Insofern hat Paul Allen den Traum sehr vieler Menschen gelebt. Leider verstarb er viel zu früh und es ist unklar, ob und in welchem Umfang sein Werk fortgeführt wird.

Wer sich für das Leben von Paul Allen interessiert, dem sei das Buch „Idea Man“ empfohlen, wenn möglich die Originalversion. Vor allem die ersten ca. 200 Seiten sind sehr lesenswert, da es hier auch noch einmal um die Umstände geht, die zur Gründung von Microsoft führten. Danach flacht das Buch zwar etwas ab, was aber nichts daran ändert, dass es absolut lesenswert ist.

Idea Man von Paul Allen

Wie kundenfreundlich ist Microsoft – Visual Studio 2017 auf die harte Tour installieren

Kundefreundlichkeit bzw. Kundennähe sollte für große Konzerne eigentlich selbstverständlich sein. Auch bei Microsoft hört man allzu oft ein „We love our customers“ oder „We listen to our customers“. „Customer first“ oder „Developer first“ heißt die Devise sicher nicht, sondern eher „Cloud first“ und wer nicht mitzieht, den lassen wir früher oder später im Regen stehen.

Bei Visual Studio habe ich den Verdacht, dass es wohl etwas früher passieren wird. Kurze Release-Zyklen, Updates mit Fehlern (etwa ein ATL-Assistent, der einfach nicht startet oder gleich nach dem Start abstürzt) und vor allem eine gigantische Installation, da von C++ für Linux, Spielentwicklung für Unity, Android rauf und runter und jede Menge anderer Projekttypen, die 90% aller Entwickler niemals benötigen wird.

Das Ergebnis ist, dass der Installationsumfang von Visual Studio 2017 inzwischen auf gigantische 50 GB anstiegen sind. Da die IDE normalerweise über einen Webinstalliert installiert, der einem suggeriert man hätte einen echten Einfluss auf den tatsächlichen Umfang der Installation (unter 20 GB scheint es nicht zug ehen), fällt dieser Umstand bei einer schnellen Internet-Verbindung im Allgemeinen nicht auf.

Als ich vor ein paar Tagen Visual Studio 2017 in einer VM installieren wollte, da mir das Einrichten des Remote Debuggers zu umständlich war, da die zu debuggende Anwendung durch eine andere Anwendung zuerst gestartet wird und ich den Debugger an diesen Prozess hätte anhängen müssen, kam ich schnell dahinter, dass es eine ISO für VS 2017 nicht mehr gibt. Die offizielle Begründung klingt auch pausibel: Der Installationsumfang wäre einfach zu groß. Eine 50 GB große ISO will man nicht zum Download zur Verfügung stellen.

Auf die Idee, den Installationsumfang zu verkleinern oder ein „Visual Studio Core“ anzubieten, das wirklich nur die erforderlichen Komponenten für die gute, alte Entwicklung von Desktop-Anwendungen in C# enthält, kam man offenbar nicht. Das wäre vermutlich zu viel Kundennähe.

So bleiben nur zwei Optionen:

>Den offziell empfohlenen Weg über den Download aller Dateien in ein Verzeichnis

>Die Verwendung von VS 2015, das nach wie vor als ISO-Datei enthalten ist.

Auch wenn der folgende Befehl nach gefühlt ca. 2 Stunden zum Ergebnis geführt hat:

.\vs_community.exe –layout E:\VS2017\ –add Microsoft.VisualStudio.Workload.ManagedDesktop

habe ich mich doch für Variante 1 entschieden.

Kundenfreundlichkeit heißt für mich, dass der Hersteller auf seine Kunden hört und bei echten Anforderungen eine Lösung anbietet. Wie groß das Interesse an einer ISO-Datei nach wie vor ist, macht die Diskussion im UserVoice-Forum eindrucksvoll deutlich:

https://visualstudio.uservoice.com/forums/121579-visual-studio-ide/suggestions/17541385-please-make-iso-files-for-visual-studio-2017

Wer der Meinung ist, dass es eine ISO-Datei geben sollte, sollte hier abstimmen. Da das „we are listening“ noch vom März 2017 stammt und in ca. 15 Monaten nichts passiert ist, glaube ich allerdings nicht, dass es eine Einsicht geben wird (die zumal mit erheblichem Aufwand verbunden sein dürfte – wie beschäftigt das Visual Studio-Team mit allen möglichen Erweiterungen ist, macht die offizielle Roadmap eindrucksvoll deutlich: https://docs.microsoft.com/en-us/visualstudio/productinfo/vs2018-roadmap).

Schade, dass die Entwicklung von SharpDevelop eingestellt wurde. Eine schlanke IDE mit integriertem Debugger wäre in einigen Fällen äußerst praktisch (wobei mir gerade einfällt, dass die letzte freigegebene Version 5.0 eventuell mein Problem lösen könnte;)

Dauert ewig, führt aber zum Erfolg – die Offline-Installation von Visual Studio 2017

Neues von VBA – Rubberduck macht aus dem VBA-Editor eine richtige IDE

Ihr habt richtig gelesen, es gibt Neues zum VBA-Editor, der meines Wissen schon seit „Jahrzehnten“ nicht mehr weiterentwickelt wurde.

Ein Open Source-Projekt mit dem netten Namen „Ruberduck“ erweitert die IDE um moderne Merkmale wie Refaktorisierung und das automatisierte Ausführen von Tests(!).

Ich bin auf das Projekt per Zufall gestoßen.

Hier ist der Link:

http://rubberduckvba.com

Sehr interessant sind die verschiedenen Tutorial-Artikel, die mich selber auf ein paar Ideen gebracht haben. Ein Schiffe versenken-Spiel in VBA, das als Einführung in die objektorientierte Programmierung dienen soll, und bei dem u.a. das Model View Controller (MVC) Muster verwendet wird.

Die ersten elf Mitarbeiter von Microsoft

Als ich vor kurzem dabei war für eine Konferenz einen kurzen Lebenslauf zu verfassen, fiel mir wieder einmal auf, dass ich mich etwa zur selben Zeit mit dem Thema Programmierung beschäftigt hatte als die Firma Microsoft in Albuquerque/New Mexico von Bill Gates und Paul Allen gegründet wurde. Eine kurze Internet-Recherche führte mich wieder zu dem Foto der ersten 11 Mitarbeiter von Microsoft, das eher per Zufall entstanden war (einer der Mitarbeiter hatte einen Preis in einem Radio-Quiz gewonnen, der darin bestand, sich in einem Fotostudio fotografieren lassen zu können – ansonsten wäre das Gruppenfoto vermutlich nie zustande gekommen). 2008, also 30 Jahre später, hatte sich die Gruppe noch einmal zu einem Gruppenfoto zusammengefunden.

https://www.businessinsider.de/microsoft-1978-photo-2016-10?op=1&r=US&IR=T

Wie sich alles für Bill Gates und Paul Allen entwickelt hat, wird sicher jeder wissen. Und das OS/2-Buch von Gordon Letwin dürfte bei vielen Windows-Entwicklerveteranen noch im Regal stehen. Das Schicksal der anderen verlief recht unterschiedlich. Die meisten haben das Unternehmen ein paar Jahre später verlassen. Wir werden alle älter und irgendwann kommt der Punkt, an dem man auf sein Leben mehr oder weniger kritisch zurückblickt. Man hat es selber in der Hand, dass die Bilanz dann einigermaßen positiv ausfällt.

Wenn ein Windows 10-Update eine .NET-Anwendung zum Absturz bringt und warum .NET Core vielleicht doch eine gute Idee ist

Eigentlich sollte soetwas nicht vorkommen, aber bekanntlich gibt es für alle eine Ausnahme. So auch für den Umstand, dass ein Windows 10-Update dazu führt, dass eine .NET-Anwendung von einem Moment auf den anderen Moment nicht mehr funktioniert (sozusagen der kleine „Albtraum“ für alle Entwickler).

Den Hintergrund beschreibt Bruno Garcia in einem Artikel auf Codeproject sehr anschaulich:

https://www.codeproject.com/Articles/1254949/How-a-Windows-10-Update-May-Have-Broken-Your-NET-2

Hintergrund ist eine Abfrage, die in den Konstruktor der SqlConnection-Klasse im Namespace System.Data.SqlClient eingebaut wurde.

Vor .NET 4.7.2 sah der Code wie folgt aus:

Mit dem Update auf .NET 4.7.2 wurde die Abfrage etwas modifiziert:

Unter bestimmten Umständen kann dieser Code zu einer NullReferenceException führen. Um den Fehler zu beheben, muss der Code angepasst und die Anwendung neu ausgeliefert werden.

Bei .NET Core besitzt jede Anwendung ihre eigene Laufzeitumgebung, so dass ein Windows 10-Zwangsupdate auf einem Anwender-PC keine Folgen hat. Vielleicht ist es daher doch eine gute Idee, dass mit dem kommenden .NET Core 3.0 (2019?) auch WinForms- und WPF-Anwendungen (natürlich nur unter Windows) .NET Core verwenden können.

SQL lernen im Jahr 2018

Wie war das noch einmal mit den SQL-Joins? Es gibt Left und Right Inner Joins und dann einen „normalen“ Join, der offenbar einem Left Inner Join entspricht. Wer wie ich SQL nur alle paar Jahre benötigt (ich habe den subjektiven Eindruck, dass das klassische SQL im Jahr 2018 wieder stark gefragt ist) kann nicht alle Details im Kopf behalten. Früher hätte man eines der zahlreichen SQL-Bücher zu Rate ziehen (und in der Regel erst einmal käuflich erwerben müssen, wie z.B. SQL in 21 Tagen oder SQL Queries for Mere Mortals (bei dem es zu jeder SQL-Anweisung auch eine Abbildung gibt).

Seit Jahren lernt man SQL wie vieles andere auch aus dem Internet konkret man findet die Lösung bei Stackoverflow. Ich nutze SO seit vielen Jahren, doch als ich nach dem Stichwort „SQL Left Outer join compare regular join“ suchte, war selbst ich überrascht angesichts der Fülle an Antworten, die fast keine Wünschen offen lassen und die teilweise mit Illustrationen versehen sind, die so manches Fachbuch für Hochschulen qualitativ aufwerten würden.

Hier ist der Link:

https://stackoverflow.com/questions/38549/what-is-the-difference-between-inner-join-and-outer-join#38578

Besonders faszinierend ist der Umstand, dass die Frage lediglich „What is the difference between “INNER JOIN” and “OUTER JOIN”? lautet. Ohne weitere Erläuterungen oder einem „schon einmal vielen Dank für eure Antworten“. In jedem anderen Forum wäre die Antwort, wenn der Fragesteller glimpflich davon kommen würde, ein „LMGTFY“ (die passenden Sticker gibt es hier: https://lmgtfy.com/stickers.html?s=p&v=16). In der Regel wäre die Antwort in fast jedem anderen Forum eine mehr oder weniger explizite Form von Sarkasmus gepaart mit der einen oder anderen Belehrung oder gar Schmähung. Ganz anders bei SO. Nicht nur, dass die Frage in epischer Länge von den unterschiedlichsten Autoren beantwortet wird, auch die Frage selber wird hochbewertet und besitzt über 4000 (Punkte?).

Ich kann es nur immer wieder wiederholen, Stackoverflow ist ein Phänomen, das nicht nur enorm zur Wissensererwerb unter Entwicklern beigetragen hat, sondern, dass auch die Umgangsformen auf ein bis dahin nie erreichtes Niveau gebracht hat. Alleine dafür muss es eines Tages Weltkulturerbe werden.

WCF-Http-Dienste ohne Administratorberechtigungen starten und URL-Reservierung per PowerShell

Wer einen WCF-Dienst per HTTP/HTTPS verwenden möchte, muss die Service-Anwendung (die, die den Dienst hostet) mit Administratorberechtigungen starten. Der Hintergrund ist, dass die verwendete Http/Https-Adresse beim Systemdienst Https.sys registriert werden muss. Und das ist nur per Administratorberechtigungen möglich.

Wird diese URL-Registrierung vorab ausgeführt, kann der Dienst auch ohne Administratorberechtigung gestartet werden. Das wird in der Befehlszeile entweder per netsh oder per PowerShell durchgeführt.

Bei netsh kommt es darauf an, dass die Adresse mit einem / beendet wird.

Der folgende Befehl registriert eine URL für einen Webservice für alle Benutzer:

Das Ganze ist unter docs.microsoft.com ausführlich beschrieben:

https://docs.microsoft.com/de-de/dotnet/framework/wcf/feature-details/configuring-http-and-https

Wer statt Netsh einen PowerShell-Befehl verwenden möchte (wofür es eigentlich keinen Grund gibt), muss das vielseitige Carbon-Modul verwenden und diese per Install-Module Carbon -AllowClobber -Force eventuell erst einmal von der PowerShell Gallery installieren.

Dann steht das Kommando Grant-HttpUrlPermission zur Verfügung:

http://get-carbon.org/Grant-HttpUrlPermission.html

Derselbe Aufruf wie bei netsh sieht damit wie folgt aus:

Ein Get-HttpUrlAcl listet alle Url-Berechtigungen auf.

Anschließend, und darauf kommt es bei der ganzen Übung ja an, kann der WCF-Service auch ohne Adminberechtigungen gestartet werden.

Lästiger Fehler bei VS 2015 mit einer einfachen Lösung

Folgende Fehlermeldung trat „auf einmal“ auf und hielt sich hartnäckig:


install-package : An error occurred while retrieving package metadata for ‚Microsoft.Identity.Client.1.1.2-preview0008‘ from source ‚C:\Users\Administrator\documents\visual
studio 2015\Projects\AzureADTest\packages‘.
In Zeile:1 Zeichen:1
+ install-package microsoft.graph
+ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
+ CategoryInfo : NotSpecified: (:) [Install-Package], Exception
+ FullyQualifiedErrorId : NuGetCmdletUnhandledException,NuGet.PackageManagement.PowerShellCmdlets.InstallPackageCommand

Die Lösung war einfach und im Grunde naheliegend. Nach Löschen der packages.config-Datei war der Spuk vorbei und es ließe sich wieder Packages installieren.