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Mein Besuch auf dem Microsoft Tech Summit 2018 in Frankfurt am Main

Vom 21. bis 22. Februar 2018 fand in Frankfurt am Main der Microsoft Tech Summit 2018 statt.

Alle Infos dazu gibt es hier: https://www.microsoft.com/de-de/techsummit/frankfurtAuf der Webseite stehen auch alle Vorträge zur Verfügung. Allerdings nicht bezogen auf den Summit in Frankfurt, sondern, wie könnte es heutzutage im Zeitalter durchoptimierter Firmenveranstaltungen anders sein, in einem globalen Kontext.

Der Tech Sumnmit 2018 ist oder besser war leider nicht die Neuauflage des sehr guten Technical Summits, der die letzten beiden Jahre jeweils zu Jahresende in Darmstadt stattfand. Der Tech Summit ist eine globale Veranstaltung, die in verschiedenen Städten auf der Welt durchgeführt wird. Leztes Jahr fand er unter dem Namen „Azure Summit“ statt (ich habe darüber berichtet – http://codeinsel.de/?p=130).

Wer die Veranstaltung in Frankfurt verpasst hat (oder wem es so gut gefallen hat, dass er alles noch einmal erleben möchte), könnte in diesem Monat noch in Amsterdam oder Paris teilnehmen. Oder in San Francisco. Warum nicht?

Die Teilnahme am Tech Summit ist kostenlos, das Marketingbudget der Office 365-Abteilung dürfte es möglich gemacht haben. Das wirkt sich natürlich nicht nur auf Getränke und Verpflegung aus (beides war aber gut, wenngleich kein Vergleich zum üppigen Buffet auf dem Technical Summit in Darmstadt), sondern leider auch auf die Inhalte. Diese sind etwas zu stark produktorientiert. Im Mittelpunkt standen daher Themen rund um Office 365 und „the new workplace“. Die Vorträge selber waren aber dann doch auch gutem bis hohem Niveau. Jedenfalls jene, die ich besucht hatte. Am zweiten Tag wurden zahlreiche Workshops angeboten, die sich über einen halben Tag erstreckten. Da ich am ersten Tag erst gegen späten Nachmittag eintraf, hatte ich das meiste bereits verpasst. Der Vortrag zum Thema Verbesserungen bei Windows 10 in Bezug auf Sicherheit war sehr gut.

Die Veranstaltung fand in der Halle 3 der Frankfurter Messe statt. In der großen Halle waren ca. 12 große, runde Zeltkapseln aufgestellt, in denen jeweils ca. 100 Personen Platz hatten. Der Vorteil war, dass jede Veranstaltung einen in sich geschlossenen Bereich darstellte und man in der Halle nichts von den Vorträgen mitbekam und sich an einem der zahlreichen runden Tische entspannt unterhalten oder mit Laptop und Smartphone beschäftigen konnte (es gibt bekanntlich ja immer etwas zu tun). Ein Nachteil war, dass es in den Zelten relativ laut war und wer in der Nähe eines Gebläses saß bereits sehr genau hinhören musste.

Am Abend gab es eine Art „Happy hour“ mit belegten Broten und Getränken. Gegen 20 Uhr war Schluss.

Alles in allem war der Tech Summit informativ. Es gab eine relativ breite Palette von Vorträgen zum Thema Azure Cloud, Office 365 sowie „Randthemen“ wie Windows 10 oder .NET Core. Mit knapp 3.000 Besuchern (die Zahl muss nicht stimmen), war er eher durchschnittlich besucht.

Ein Fazit ist, dass auch wenn es viele vielleicht nicht wahr haben möchten, zu Office 365 und Techniken wie OneDrive oder OneDrive for Business (die Unterschiede kann niemand besser erklären als Hans Brender) auch bei uns nahezu alternativlos sein werden bzw. bereits sind. Wer im Microsoft-Umfeld mit dem Anbieten von Dienstleistungen seinen Lebensunterhalt verdient, tut gut daran sich mit den Themen in naher Zukunft zu beschäftigen. Alleine dafür war der Tech Summit die ideale Gelegenheit.

Mein Besuch auf der Basta! 2017 Viele, viele Schlagworte, enorme Themenvielfalt

Vom 25.9 bis zum 29.9.2017 fand die alljährliche Basta!-Konferenz wie üblich im schönen Mainz statt. Nach ein paar Jahren „Abstinenz“ war ich wieder einmal dabei und mit einem Vortrag mit dem Thema „Moderne VB-Programmierung“ vertreten. Es ist klar, dass Visual Basic nicht mehr das ganz große Thema ist (um es nett zu umschreiben), aber da die Basta! einst als „BASIC-Tage“ begann und dieses Jahr bereits das 20-jährige Jubiläum gefeiert wurde, für die Branche eine Ewigkeit, durfte auch ein Vortrag zu Visual Basic nicht fehlen. Fand ich und der Veranstalter sah es zum Glück auch so, so dass ich am Dienstag um 14 Uhr 30 im Watford A Saal auch tatsächlich einige VB-Entwickler begrüßen konnte.

Insgesamt fiel mir auf, dass die Basta! längst keine reine .NET-Konferenz mehr ist. Es wird ein vielseitiger Themenmix angeboten, der auch reine Webthemen umfasst, die nichts mit .NET zu tunhaben. Viele Schlagworte gab es vor 5 Jahren schlicht nicht, einige sagen mir auch heute noch nichts. Von Ionic hatte ich zum ersten Mal gehört als ich den jungen Mann, der auf der Fahrt zur „VIP-Reception“ am Montagabend im Bus neben mir saß fragte, welche Themen er denn vortragen würde.

Hier ist eine „kleine“ Kostprobe aus dem reichhaltigen Repertoire an Schlagworten und Abkürzungen aus der Konferenzagenda: Microservices, TypeScript, Angular, Angular Router, Docker, Universal Windows Apps, Flexbox CSS, Ionic, Iot-Services, npm, Yarn5, Hadoop, DevOps, Hololens, Hateoas, CQRS, Xamarin, Webpack, RxJS, Alexa, Git, Seneca, Electron, Kubernetes, Cognitives Services, Jekyll, Bitcoin usw. usw.

Keine Frage, die IT-Branche ist in den letzten Jahren enorm gewachsen (und für alle diese Themen werden offenbar Spezialisten gesucht was ja grundsätzlich positiv ist). Eine Konferenz wie die Basta! bildet alle diese Themen ab. Schön, dass es noch Vorträge mit für mich auf Anhieb verständlichen Titeln wie „Neues bei C# 7.0“ gab. Stark vertreten sind nach wie vor Vorträge zum Thema Projektmagenment. Ein sehr guter Vortrag, den ich eher zufällig besucht hatte, war „Auf zum Mond! Agilität und DevOps vor fünfzig Jahren – und heute?“ von Thomas Buch, in dem dieser die Lehren, die in Bezug aus dem großen Projekten der Weltraumbehörde NASA in den 70er Jahren gezogen werden können, auf Software-Entwicklungteams übertrag.

Dienstag-Abend wurde die Rheingold-Halle zum Oktoberfest-Festzelt umkonfiguriert – es gab natürlich Bier (allerdings nicht aus Bayern, der Gerstensaft stammte vielmehr aus dem ca. 160 Km entfernten Bitburg), die obligatorischen Haxen, jede Menge Brezeln und andere Zutaten, die in jedes Festzelt passen. Der Höhepunkt des Abends war die Verlosung eines nagelneuen Strandkorbs. Auch das hat Basta!-Tradition, Teilnehmer der Anfangsjahre werden sich erinnern. Die Finalisten auf der Bühne mussten anhand von vorgespielten Modemtonfolgen erkennen, ob es sich um ein 14.4, 33.6 oder 56 K-Modem handelt. Die Älteren werden sich erinnern. Eigentlich eine schwer bis unlösbare Aufgabe, da sich für mich alle Tonfolgen gleich anhörten (dabei war ich bereits 1981 stolzer Besitzer eines 300 Baud-Modems) dennoch gab es einen Gewinner: Ein Entwickler aus Aurich und damit aus einer Gegend, in der Strandkörbe aufgrund der Nähe zu verschiedenen Nordseestränden ein vertrauter Anblick sind, war der glückliche Gewinner. Nach eigener Aussage hatte er sich schon immer ein solches Möbelstück für den Garten gewünscht – von daher hätte es nicht besser passen können.

Das Programm der Basta! 2017 in Mainz findet ihr hier: https://basta.net/programm/

Die nächste Basta! findet vom 19. bis 23.2.2018 in Frankfurt statt (übrigens zeitgleich zum Microsoft Technical Summit, der am 21. und 22.2.2018 ebenfalls in Frankfurt stattfinden wird).

Abschließend noch ein paar von mir geschossene Schnappschüsse von der Basta! 2017.

Mein Vortrag auf der Basta! 2017

Ich bin Sprecher auf der Basta! 2017

Nach einigen Jahren Pause werde ich auf der nächsten Basta!-Konferenz wieder einen Vortrag halten. Es ist keine gewöhnliche Konferenz. Die einstigen „BASIC Tage“ feieren ihr 20 jähriges Jubiläum als Konferenz.

Mein Thema ist (natürlich) Visual Basic. Auch wenn die Sprache für viele ein wenig wie aus der Zeit gefallen erscheinen mag, ist wie immer noch sehr attraktiv. Selbst Schulungsanfragen zu Visual Basic 6.0 treffen von Zeit zu Zeit noch ein. Mit .NET Core 2.0 steht Visual Basic auch beim portablen .NET Framework zur Verfügung und läuft damit auch unter Linux und Mac OS. Da sich mit .NET Core keine Desktop-Anwendungen erstellen lassen, ist dies eher eine hübsche Randnotiz.

In meinem Vortrag wird es in erster Linie um die Spracherweiterungen gehen, die mit den jüngsten Versionen 14.0 (Visual Studio 2015) und 15.0 (Visual Studio 2017) dazu gekommen sind. Wer hätte gedacht, dass Visual Basic es soweit bringen würde. Außerdem wird es um .NET Core 2.0 und einen kurzen Ausblick auf Xamarin und Docker (!) geben.

Weitere Infos zur Basta! gibt es wie immer unter der folgenden Adresse: http://www.basta.net.

Die Anzahl an Themen und vor allem Sprechern ist wirklich erstaunlich. Das bedeutet ein volles Programm an den drei Hauptkonferenztagen. Ich freue mich auf den Vortrag und hoffe, dass es noch ein paar VB-Fans gibt, die kommen werden.